Das Lernen ist ein Schleifstein der Persönlichkeit.

Autor: Zhu Xi (1130 - 1200), auch Tschuhi oder Tschu Hi, chinesischer Philosoph, gilt heute als Begründer des Neokonfuzianismus

Ich arbeite für die Unsterblichkeit.

Autor: Zeuxis griechischer Maler, tätig um 435-390 v. Chr.; Schüler Apollodors von Athen

Unendlich ist der Vergangenheit und der Zukunft Zeit;
die Zeit der Gegenwart ist begrenzt.

Autor: Zenon von Elea (um 490 - 430 v. Chr.), Zenon der Ältere, griechischer Philosoph, Schüler des Parmenides von Elea

Mißgunst ist die Trauer, die wir bei fremden Reichtümern empfinden.

Autor: Zenon von Elea (um 490 - 430 v. Chr.), Zenon der Ältere, griechischer Philosoph, Schüler des Parmenides von Elea

Nicht nur Böses tun, auch Böses denken ist Sünde.

Autor: Zarathustra (vermutlich 628 - 551 v. Chr.), auch Zoroaster, prophetischer Reformator der altiranischen Religion, Begründer des Zoroastrismus

Treuer Freund ein seltsam Gast,
Den Melonen gleich zu schätzen,
Fünfzig Körner mußt du setzen,
Eh' du einen guten hast.

Autor: Zacharias Lund (1608 - 1667), deutscher Dichter und Philologe

Wenn ich so das Treiben der Menschen beobachte, erscheint es mir ähnlich, wie wenn einer an einem Frühlingstage einen Buddha aus Schnee machte und sich nun anschickt, denselben mit Gold, Silber und Edelsteinen zu zieren und ihm eine Pagode zu bauen. Wird wohl der Buddha warten, bis alle Anstalten getroffen sind? So betreiben die Menschen unter viel Erwartung eine Menge Dinge, da sie ihr Leben sicher zu haben glauben, während es doch gleich dem Schnee von unten her zerschmilzt.

Autor: Yoshida Kenkō (um 1283 - 1350), eigentlich Urabe Kaneyoshi, japanischer Hofmeister einer Adelsfamilie, Offizier und später Einsiedler, nach seinem Tode fand man seine »Aufzeichnungen der Muße«

Eine Kerze angezündet
an einer anderen Kerze:
ein Abend im Frühling.

Autor: Yosa Buson (1715 - 1783), japanischer Dichter

Das, wodurch alle Wesen verschieden sind, ist das Leben;
das, worin sie alle gleich sind, ist der Tod.

Autor: Yang Zhu (3. Jh. vor Chr.), chinesischer Philosoph, der im 3. Jahrhundert v. Chr. gelebt haben soll

Dem Bündel meiner Sorgen und Pflichten lege getrost noch weitere auf: nur so kann ich erfahren, welche Kräfte mir eigen.

Autor: Yamanaka Shikanosuke (1545 - 1578), eigentlich Yukimori, japanischer Samurai

Es gibt keinen und es wird nie einen Menschen geben,
der etwas mit Bestimmtheit weiß.

Autor: Xenophanes (um 580 - 480 v. Chr.), griechischer Philosoph und Dichter, kämpfte gegen den Anthropomorphismus des Gottesbildes

Wenn auch mein Haar graut, die Stirn sich furcht, das Herzblut rollt mir noch in den Adern in kräftiger Frische und ich werde, so Gott es will, bis zum letzen Atemzuge wirken für die Schule, die da ist »eine Anstalt Gottes zum Heile der Menschen«.

Autor: Xaver Heindl deutscher Pädagoge des 18./19. Jahrhunderts

Was immer an der Erde klebt,
dem wird kein Lied gelingen.
Nur was sich aus dem Staube hebt,
kann singen.

Autor: Wolrad Eigenbrodt (1860 - 1921), deutscher Lyriker, Übersetzer, Literaturkritiker, Philosoph und Pädagoge

Wer sein Leid will rächen
mit ungezähmtem Sprechen,
von dessen Lohne sei euch kund,
ihn richtet bald der eigne Mund.

Autor: Wolfram von Eschenbach (um 1170 - um 1220), fränkischer Ritter, mittelhochdeutscher Dichter und Epiker

Man sagt, der Hölle Glut vermeidet,
wer Armut wegen Treue leidet.

Autor: Wolfram von Eschenbach (um 1170 - um 1220), fränkischer Ritter, mittelhochdeutscher Dichter und Epiker

Eins oft wiederholen! Unglaublich ist's, was die öftere Wiederholung eines Dinges vermag.

Autor: Wolfgang Ratke (1571 - 1635), auch Ratich, latinisiert Ratichius, deutscher Pädagoge, vertrat den »natürlichen Unterricht«, gegründet auf Anschauung und Muttersprache, forderte die Verantwortung des Staates für die Schulen; hatte starken Einfluss auf J. A. Comenius